Struktur des Kreuzbund Diözesanverbandes Münster

Der Kreuzbund e.V. ist eine Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und deren Angehörige. Er ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. Der Bundesverband gliedert sich in 26 Diözesan- bzw. Landesverbände. Im Land Nordrheinwestfalen sind dies die 5 Diözesanverbände Aachen, Essen, Köln, Paderborn und Münster.

In der Diözese Münster schlossen sich im Jahre 1964 die bis dahin bestehenden Kreuzbund-Einzelgruppen zum Kreuzbund e.V. Diözesanverband-Münster zusammen. Heute hat der Diözesanverband 230 Gruppen die sich auf 48 Orte verteilen. Das Hilfeangebot wird wöchentlich von ca. 3500 Gruppenbesuchern in Anspruch genommen; dies mit steigender Tendenz.

Die 230 Gruppen sind der Kern des Diözesanverbandes. Jede Gruppe arbeitet im Rahmen der Gemeinschaft eigenverantwortlich. Im Dialog mit der Gruppe entdeckt jedes Mitglied seine Fähigkeit zur Selbsthilfe. Die Gruppenbesucher setzen sich mit ihrer Betroffenheit auseinander und wirken dadurch auch nach außen. Durch das Angebot der Gruppe: "Hilfe durch Selbsthilfe", versteht sich diese auch als Helfergemeinschaft.

Auf dem Weg zu einem Leben in "Abstinenz und Zufriedenheit" sind weitere Schritte zur Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung erforderlich. Hierfür wird ein breites Weiterbildungsprogramm für die Gruppenteilnehmer unter fachlicher Leitung angeboten. An ca. 20 Wochenenden im Jahr haben Suchtkranke und deren Angehörige die Möglichkeit, dies zu nutzen.

Zur Zeit wird dies von ca. 500 Personen jährlich in Anspruch genommen.

Darüber hinaus versucht der Diözesanverband immer wieder Zusatzangebote zu schaffen. Diese sind dann mit einem besonderen Thema an ganz bestimmte Zielgruppen gerichtet. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Kinder aus Suchtkranken Familien, junge Gruppenmitglieder, Arbeitslose usw..

Die Aufgaben und Aktivitäten kosten Geld und werden über Eigenmittel, Drittmittel und u.a. Spenden finanziert. Auf der Ausgabenseite werden ca. 55 % der Gelder für Weiterbildungsmaßnahmen, ca. 20 % für Öffentlichkeitsarbeit und ca. 25 % für organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben ausgegeben. Die Einnahmenseite besteht aus ca. 40 % Eigenmittel und ca. 60 % Drittmittel.